Foto Jobcoaching Motiv 11 und 12

Warum Jobcoaching?

Jobcoaching bietet direkte und individuelle Unterstützung am Arbeitsplatz. Damit werden sowohl  fachliche  als auch soziale Kompetenzen gefördert und Menschen mit Behinderung ermöglicht, die betrieblichen Anforderungen selbstständig zu erfüllen.

Ziel ist eine erfolgreiche und langfristige Teilhabe am Arbeitsmarkt und eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit.

 

Wer wird angesprochen?

Jobcoaching können Menschen mit Behinderung und/oder Erkrankung aber auch junge Männer und Frauen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Anspruch nehmen. Außerdem werden Betriebe, die geeignete Jobs zur Verfügung stellen, entsprechend beraten und vorbereitet.

Die Inanspruchnahme dieser Dienstleistung ist freiwillig und kostenlos.

… für Menschen mit Behinderung vom 15. bis zum 65. Lebensjahr und Betriebe

 

Was wird angeboten?

Eine Begleitung durch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Jobcoachingteams gibt es ab dem ersten Tag des Dienstverhältnisses für maximal sechs Monate, egal ob Einarbeitungs- oder Umschulungsphase. Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen erhalten Unterstützung, um ihre Tätigkeiten eigenverantwortlich bewältigen zu können, erlangen bestimmte Fähigkeiten, die für ihre Arbeit notwendig sind, und bekommen Hilfestellung bei organisatorischen Problemen oder bei der Bewältigung von Krisen.

Die Jobcoaches vermitteln auch bei Konflikten und informieren die Unternehmen über das Leistungspotenzial von Menschen mit Behinderung, über Förderungen und gesetzliche Rahmenbedingungen oder auch allfällig erforderliche Hilfsmittel. Mit all diesen Maßnahmen soll die nachhaltige und langfristige Integration und Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gesichert werden.

… für einen erfolgreichen Arbeitsalltag

 

Und wie läuft das ab?

Vor Beginn des Jobcoachings werden Abläufe und Anforderungen am konkreten Arbeitsplatz gemeinsam mit den Dienstgebern und Dienstgeberinnen  geklärt. Das Jobcoaching läuft danach in drei Phasen ab:

Phase 1

In Phase 1 nehmen die Jobcoaches Kontakt mit dem Klienten oder der Klientin, mit dem Betrieb sowie den relevanten Institutionen und Beratungsstellen auf. Dabei wird eine Problemanalyse durchgeführt und eine Auftragsklärung bzw. eine Zielvereinbarung mit dem Klienten oder der Klientin und dem Betrieb abgeschlossen.

Phase 2

In Phase 2 wird im Rahmen einer Arbeitsplatzanalyse festgestellt, welche Probleme aufgrund der behinderungsbedingten Einschränkungen bzw. der Leistungsfähigkeit des Klienten/ der Klientin und den Anforderungen am Arbeitsplatz bestehen. Die Jobcoaches erarbeiten Strategien zur Problemlösung und setzen diese gemeinsam mit dem Klienten/der Klientin und dem Betrieb um. Mit der Stabilisierung der Situation am Arbeitsplatz wird die Phase 2 beendet.

Phase 3

In Phase 3 wird reflektiert und überprüft, ob die Dienstleistung auch tatsächlich nachhaltig war.

 

Fallbeispiel

Frau Z. absolviert eine Teilqualifizierung als Köchin  in einem Landgasthaus. Sie ist im 1. Lehrjahr und war bis jetzt für die Salatzubereitung zuständig. Der Ausbilder möchte Frau Z. neue Aufgaben zuweisen, traut sich aber den Einschulungsaufwand nicht zu. Frau Z. zeigt unterschiedliche Arbeitsleistungen. An manchen Tagen arbeitet sie konzentriert und zielbewusst, an anderen Tagen ist sie zerstreut und in Selbstgesprächen vertieft. Mit Hilfe des Jobcoachings war es möglich, die derzeitige Situation zu klären. Die Unkonzentriertheit hatte mit einer Stresssituation in der WG zu tun, in der Frau Z. wohnte. Diese konnte entschärft werden und ein regelmäßiger Tagesablauf nach der Arbeit führte zu einem erholsameren Schlaf und höherer Konzentration am Arbeitsplatz. Frau Z. ist aufgefallen, dass ihr wenig in der Küche zugetraut wird, deshalb war sie auch mutlos und unmotiviert. Mit Gesprächen konnte dies geklärt werden und Frau Z. hatte wieder mehr Mut für neue Aufgaben. Frau Z. wurde den Nachspeisen zugeteilt. Nach einer Einschulung durch den Ausbilder erarbeitete der Jobcoach  eine Checkliste mit Fotos, wie bei der Herstellung der Nachspeise Schritt für Schritt vorgegangen werden muss. Frau Z. konnte bereits nach kurzer Zeit die gestellten Aufgaben erledigen und benötigte die zusammengestellten Arbeitsmaterialien nur mehr zur Sicherheit.

 

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